Never give up, never surrender

ihub

Kriegstagebuch, Eintrag Sonntag, es hätte alles so schön sein können. Der Feind hatte sich endlich gezeigt, die Schlacht war gewaltig, das Bier war kalt und im Network kam sowieso gerade nichts anständiges. Und am Ende haben wir gewonnen um doch nicht zu gewinnen.

Der Abend näherte sich, wir wussten alle was passieren würde. Das obere Kommando hatte bereits die Infos durchsickern lassen, es ging gegen einen strategisch unheimlich wichtigen iHub unseres Feindes. Ich habe selten so viele Kapselpiloten in der Bar auf dieser Keepstar gesehen, man sollte meinen, eine Station von dieser grösse hätte mehr als eine davon. Einsparunge hieß es, der Krieg sei lang, man müsse aber auch wirtschaftlich denken. Wir vermuteten, es sollte uns eher in eine schlechte Stimmung versetzen, die wir am Feind auslassen sollen. Hat auch funktioniert.

Kurz vor dem Abdockbefehl erreichte mich eine Nachricht, die Hollow würde heute im Dock bleiben, wir sollen Schlachtschiffe fliegen, die berühmten Machariel Schiffe, welche uns unfreundlicherweise vom Angel Cartel nicht zur freiwilligen Verfügung gestellt wurden. Ich mag sie nicht, die Angels haben einen sehr seltsamen Geschmack in ihrer Farbgebung in den Schiffen. Und die Toiletten sind seltsam. Kein Toilettenpapier, dafür drei kleine Hüllen irgendwelcher Meerestiere von irgendeinem Hinterlandplaneten. Wie soll das den funktionieren?

Im Zielsystem angekommen, wurden wir bereits erwartet. Eigentlich haben wir nicht damit gerechnet, zumindest ich nicht. Die letzten Fronteinsätze waren wir auf nur wenig Widerstand gestoßen, vereinzelt hörten wir Berichte, der Feind kämpfe an anderen Fronten verbissener doch was wir hier auf den Scannern entdeckten, fiel mehr in die Kategorie eines furiosen Löwenpferd von Atioth V. Ich weis gar nicht mehr wie viele es waren, unsere Bildschirme aber leuchteten in allen Formen und Farben. So etwas hatte ich schon lange nicht mehr gesehen.

Die Kom-Barke meldete, der iHub war angreifbar und die Schlacht begann. Auf beiden Seiten hätte man das Donnern der Geschütze und das röhren der Antriebe vernehmen können, wenn der Weltraum in der Lage wäre Schallwellen zu leiten. Dafür sahen wie die Lichter, die Feuer und die Explosionen in deren und unseren eigenen Reihen. Das Schlachtfeld füllte sich mit verdrehtem Metal, Reste brennender Antriebe und umherfliegenden Leichen die in der kälte des Weltraums zu Eis erstarten. Ein Farbenspiel aus Lasern und Disruptorblasen erhellte die verbliebenen Schiffe, ein Anblick den man nur schwer wieder vergessen kann.

Und dann, nach einer Ewigkeit, explodierte der iHub, die Kom sprudelte vor Freudenschreie, die Mission war ein Erfolg. Der Flottenkommandat gab das Kommando die verbliebenen Schiffe aus der Kampfzone zu bringen, ein Moment in dem ich die Wendigkeit der Hollow sehr vermisse und ein kleines Schmunzeln huschte über mein Gesicht. Ein Funkspruch kam durch die Kom und mein Schmunzeln versteinerte einen Moment. Ein neuer iHub tauchte auf den Sensoren auf, allerdings meldete im gleichen Moment die Flottenlogistik, der vorbereitete iHub verweigerte seinen Dienst. Verdammte Jove Technik. Verdammter …. unser Feind hatte damit gerechnet, das wir unser Missionsziel erfüllen und selbst einen neuen iHub vorbereitet um ihn in annähernd Lichtgeschwindigkeit zu etablieren.

Unser Flottenkommandant realisierte die Situation wohl auf ähnliche Art wie ich, jedoch füllten Funksprüche in einem mir unbekannten Dialekt den Äther, wahrscheinlich stammt er von der Brutor Blutlinie ab. Uns blieb nichts anderes übrig als den Heimweg anzutreten, das Gelächter unseres Feindes im Rücken. Noch bevor wir andockten kam der nächste Flottenbescheid, unser Ziel kam mir sehr vertraut vor, nur das Datum scheint sich geändert zu haben. So kann man wohl gewinnen und trotzdem verlieren. Immerhin die Bar der Keepstar scheint in nächster Zeit keine Probleme mit den Einnahmen zu haben. Der Name ist Programm, zumindest wenn meine grobe Übersetzung stimmt: „Zum zählenden Deteis“.

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2 Kommentare zu “Never give up, never surrender

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